Permakultur - Kurse auf Korfu

Drei Grundregeln der Natur

Es wird von unserer Bereitschaft einsichtig zu handeln abhängen, ob wir noch länger auf dieser Erde leben können. Dazu sollten wir die Grundregeln der Natur neu entdecken und anwenden. Eben diese Grundregeln haben die Wegbereiter der Permakultur vor ca. 50 Jahren in Australien zunächst einmal für die Landwirtschaft wiederentdeckt. Heute werden diese Grundregeln auf alle Bereiche menschlichen Handelns übertragen...

Grundregel Nr. 1: 

Im natürlichen Kreislauf gibt es keinen Müll

Die Erde ist ein geschlossenes System. Alles, was entsteht oder in Auflösung übergeht, erfüllt damit eine Aufgabe und eine Absicht. Es gibt nichts Nutzloses und somit auch keinen Abfall. Alles unterstützt den natürlichen Kreislauf des Lebens. Dort wo wir den Gesamtzusammenhang, das "Eingebettet-sein" eines Details ins Ganze, nicht erkennen können, beginnen wir Unrat und Unordnung zu erzeugen. Und auf diese Weise stören und zerstören wir das Ökosystem unseres Planeten schließlich. Wir haben Glück, dass unsere Störung schmerzhaft auf uns zurück fällt. Es scheint unsere einzige Chance zu sein zu lernen...

 

Grundregel Nr. 2:

Im natürlichen Kreislauf gibt es keinen Tod

Nichts kann verloren gehen oder verschwinden. Das bedeutet, alles was neu entsteht, kann nur deswegen entstehen, weil sich etwas anderes auflöst. Es gibt also keinen Tod. denn alles, was sich auflöst möchte sich nur in eine neue lLbensform verwandeln. So wie der Apfel, den ich esse von den Mikroorganismen in meinem Körper in meine Lebenskraft und in keimfähige Samen und Dünger verwandelt wird, so werde auch ich eines Tages als reife Frucht in das Verdauungssystem der Erde zurückkehren und “be-erdigt” werden. denn hier in der fruchtbaren Erde sollen mich die selben Mikroorganismen verwandeln, in neue Lebenskraft und Nährstoffe für die Pflanzen. So werde ich wieder zu einem Teil der Pflanzen und deren Früchte. Von eben jenen bin ich ja ein Leben lang ernährt worden. Und nun darf ich alle meine Nachkommen ernähren und als ein fleischgewordener Teil von ihnen weiter auf dieser Erde wandeln...

 

Im YOGA heißt diese 2. Grundregel: "TAT TVAM ASI", was bedeutet: "DAS BIST DU"

 

Aus den ersten beiden Regeln ergibt sich die (schwierige) Grundregel Nr. 3:

Alles hat seine eigene Zeit und seinen eigenen Ort

Das bedeutet, nichts passiert zufällig. Jede kleinste Kleinigkeit steht in einem wunderbaren Zusammenhang mit dem grossen Ganzen. Alles, was geschieht hat seinen Sinn. das Spannende daran ist den richtigen Moment und den passenden Ort zu erspüren. kann ich meinen Instinkten noch trauen...? Folge ich noch meinen Sinneswahrnehmungen und meinen Gefühlen...? Erkenne ich noch an, was mir mein Verstand täglich mitzuteilen versucht...? Es gibt nichts Schöneres als diese natürlichen Zusammenhänge zu erkennen. Denn genau dann und dort glückt mir das Leben.
Genau dann und dort bin ich glücklich...


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